Verkehr

In Bermuda fährt man ganz britisch auf der linken Seite. Die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit beträgt gerade mal 35 km/h und wird von vielen Einheimischen chronisch missachtet. Pro Haushalt ist nur ein Auto erlaubt, allerdings sucht man Mietwagenstationen in Bermuda vergebens. Das Verkehrsaufkommen ist besonders zur Rush Hour ziemlich hoch, wenn sich der gesamte Verkehr in und um Hamilton drängt. Am Ortseingang von Hamilton, genauer gesagt am „Foot Of The Lane“ Kreisverkehr gibt es allerdings einen Menschen, der in den Morgenstunden für gute Stimmung sorgt. Ganz egal ob es regnet oder bestes Bermuda Wetter ist, Johnny Barnes steht am Kreisverkehr und winkt allen Verkehrsteilnehmern freudig zu und ruft „Good Morning“ oder „I Love You“, dabei lacht er über das ganze Gesicht und ist als Unikum auf den Inseln bekannt wie ein bunter Hund. Aus diesem Grund hat man ihm auch schon zu Lebzeiten eine Statue erbaut, die man nach wenigen Metern stadteinwärts bewundern kann.


Auf Bermuda’s Straßen mit Moped und Scooter 
Motorroller sind das Verkehrsmittel der Wahl. Für Touristen ist dieses Verkehrsmittel  ideal, da man die Schönheit der Inseln bestens erkunden kann, wirklich jeden Winkel erreicht und immer flexibel ist. Mieten kann man Scooter und Mopeds fast überall, ein spezieller Führerschein ist nicht notwendig, das Mindestalter beträgt 16 Jahre. Die wichtigen Anbieter sind Oleander, Eve’s und Smatt’s. Auf Wunsch wird der Scooter auch direkt zum Hotel geliefert. Da die Straßen in Bermuda sehr eng und kurvig sein können, sollten Verkehrsneulinge sehr umsichtig sein sonst ereilt einen der „Road Rash“. Das Tragen von Helmen ist übrigens Pflicht. Parken stellt ist in der Regel kein Problem dar, in Hamilton gibt es diverse Stellflächen extra für Zweiräder, z.B. auf der Front Street direkt am Hafen. Vorsicht ist geboten bei der Parkzeit, denn die Politessen sind auch in den kleineren Straßen überaus wachsam. Wer mit kleinen Kindern durch den Verkehr in Bermuda muss, sollte aus Sicherheitsgründen allerdings eher auf Taxi oder Bus umsteigen.


Mit Taxi oder Bus die Inseln erkunden
Alternativ stehen Bus und Taxi zur Verfügung. Taxifahrten gehen allerdings schnell ins Geld, da dieser Service in Bermuda relativ teuer ist. Ferner ist es zu Stoßzeiten eine Kunst überhaupt ein Taxi zu ergattern, sogar bei telefonischer Reservierung kommt es häufig zu Verzögerungen. Als Tourist sollte man unbedingt darauf achten, dass das Taxameter auch läuft und bei Übergepäck der Zuschlag vor Fahrtbeginn verhandelt wird. Die Fortbewegung per Bus empfand ich als Tourist recht umständlich, die Fahrscheine „Tokens“ müssen vorab erworben werden und in der Hitze des Sommers trägt die Warterei an den Haltepunkten wenig zu guter Urlaubsstimmung bei auch wenn alle Busse klimatisiert sind. Gerade wenn man vom Strand kommt erweist sich diese Transportoption als wenig praktikabel.

Mit der Fähre Bermuda von seiner schönsten Seite entdecken
Wer Zeit hat, sollte sich unbedingt eine Fahrt mit der Fähre gönnen. Der Ausblick ist phänomenal und die leichte Brise macht die Luftfeuchtigkeit erträglich. Wer mit dem Scooter unterwegs ist kann diesen auch mit auf die Fähre nehmen. Tickets und Tokens gibt es am Hamilton Ferry Terminal, Bermuda Bus Terminal, in diversen Hotels sowie in Infostellen für Besucher. Eine Barzahlung an Bord ist inzwischen nicht mehr möglich. Der Fähren Service in Bermuda hat vier Routen, die in Farben unterteilt sind.

Routenübersicht der Fähren:

  • Pink Route:  Hamilton – Paget – Warwick
  • Blue Route:  Hamilton – West End – Royal Naval Dockyard
  • Orange Route: Hamilton – Dockyard – St. Georges
  • Green Route: Hamilton – Rockaway

Das Leben auf der Insel hat sein eigenes Tempo, deshalb fährt man am besten, wenn man die Dinge gelassen nimmt und sich der „Bermuda Time“ einfach hingibt. Wer das Besondere liebt, in Bermuda heiratet oder einfach nur das Flair genießen will sollte eine der alten Pferdedroschken ausprobieren und sich stilecht durch den Verkehr in Bermuda kutschieren lassen.